Studierende als Vizepräsident*innen

Wir möchten euch etwas mitteilen.
Schon eine ganze Weile haben wir etwas in Planung und nun ist es endlich soweit. Wir versuchen etwas, dass es an der BHT so noch nie gegeben hat – Studierende im Präsidium der Hochschule. Nachdem die ALL nun zum zweiten Mal in Folge bei den Hochschulwahlen stärkste Kraft geworden ist, möchten wir noch einen Schritt weiter gehen und die Mitbestimmung der Studierenden an unserer Hochschule weiter ausbauen. Deshalb kandidieren zwei von uns, Yannick und Matthias, für die in 2 Monaten stattfindenden Wahlen für das Präsidium der BHT.

Warum machen wir das?
Nun das hat im Wesentlichen zwei Gründe. Zunächst geht es uns um Teilhabe und Mitbestimmung. „Studiere Zukunft“ lautet das Motto unserer Hochschule. Wir möchten aufzeigen das Studierende an unserer Hochschule nicht nur „Zukunft studieren“, sondern auch aktiv mitgestalten können. Studentische Mitbestimmung hat zwar an unserer Hochschule eine lange Tradition, jedoch war die größte Statusgruppe, die Studierenden, bisher noch nie im Präsidium vertreten. Das muss sich ändern und jetzt bietet sich uns die Gelegenheit dazu

Und dann wäre da noch die aktuelle Entwicklung. Wie euch allen sicher nicht entgangen ist, wird die studentische Mitbestimmung in Deutschland zunehmend in Frage gestellt. Einige wollen sie uns am liebsten nehmen und wünschen sich, dass sich Studierendenschaften überhaupt nicht mehr zu politischen Themen äußern sollten, sondern sich ausschließlich auf das Studium zu beschränken haben. Die jüngsten Früchte dieser Haltung, dass sich aktive junge Menschen nur in ihrer Freizeit mit gesellschaftlich relevanten Themen befassen dürfen, können wir in den Reaktionen auf die friday for future-Bewegung beobachten. Diese Entwicklung betrachten wir mit Sorge und wollen ihr aktiv etwas entgegenstellen. Setzt mit uns zusammen ein Zeichen für studentische Mitbestimmung an Hochschulen und lasst uns gemeinsam beweisen, dass das Zusammenwirken der Statusgruppen im Präsidium ein Zukunftsmodell sein kann, von dem sich andere Hochschulen inspirieren lassen werden.


Und deshalb heißt es ab heuteALL goes Präsidium!

Wir wollen seinen Namen nicht

Beuth war Antisemit! Soviel steht fest.

Dass viel diskutierte Gutachten von Prof. Dr. A. Bühl belegt diesen Umstand eindeutig. Die ALL sieht es als keinen tragbaren Zustand an, dass eine Bildungseinrichtung, im vollem Bewusstsein dieser Erkenntnisse, weiterhin nach einem Antisemiten benannt bleibt. Wer sich den Tod von Kindern wünschte, nur, weil diese geboren wurden, der hat diese Ehrung eindeutig nicht verdient.

Wir begrüßen und unterstützen den Willen zur Aufarbeitung seitens der Hochschule aber für uns ist dieser Prozess untrennbar mit einer Umbenennung verbunden. Das sehen nicht alle an der Beuth Hochschule für Technik Berlin so. Da der Aufarbeitungsprozess seitens der Hochschule gänzlich ergebnis- und zieloffen ist, handeln wir jetzt wo andere noch diskutieren.

Als Kollektiv, dass sich gegen jede Form von Ausgrenzung, Rassismus und Repression stellt, nehmen wir unsere Verantwortung wahr und wollen Vorbild sein. Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Namen Beuth aus unseren Schriftzügen und Logos zu entfernt. Wir beschränken uns bis auf weiteres auf das Kürzel BHT, wobei wir dieses als Berliner Hochschule für Technik lesen.

Wir fordern alle studentischen Gruppen und Initiativen auf sich uns anzuschließen. An den AStA der Beuth-Hochschule für Technik Berlin haben wir heute einen Antrag auf Umbenennung gestellt und wünschen uns, dass sich auch unserer StuPa solidarisch zeigt.

Für uns steht fest:

Antisemitismus wird nicht toleriert! Wir fordern mehr als nur Lippenbekenntnisse, sondern entschlossenes Handeln.