Jour Fixe – Beuth der Antisemit

Die Hochschule lädt zu einer weiteren Informationsveranstaltung zum Beuth ein. Was dabei nun neues herrausgefunden werden soll ist fraglich. Die Frage ob Beuth sich Antisemitsch geäußert hat oder nicht ist klar beantwortet worden. Antisemitismus ist nicht tollerierbar und muss zu Konsequenzen führen. Wir wollen eine Umbenennung.

Hier der Inhalt der Einladung:

Liebe Mitglieder der Beuth Hochschule,

diese Rundmail möchte ich dazu nutzen, um Sie über ein Thema zu informieren, dass uns auch in diesem Semester weiterhin beschäftigen wird: die Diskussion rund um unseren Namensgeber Christian Peter Wilhelm Beuth.

Viele von Ihnen haben sich in den zurückliegenden Monaten bereits ausgiebig mit dem Leben und Wirken Beuths befasst, sei es in einzelnen Fachbereichen, in der durch den Akademischen Senat (AS) gegründeten Arbeitsgruppe oder durch Informationsveranstaltungen des Präsidiums bzw. des Fachbereichs I.

Als Präsidentin möchte ich die gesamte Hochschule in den Prozess einbeziehen: für das Wintersemester 2018/19 sind daher einige Veranstaltungen rund um die „Causa Beuth“ geplant.

Über Einige möchte ich Sie bereits heute informieren:

  • Jour Fixe: der nächste Jour Fixe für alle Hochschulmitglieder zum Thema Beuth findet statt am Montag, 10. Dezember 2018 um 10:00 Uhr in der Beuth-Halle
  • Beuth-Symposium: Am 17. und 18. Januar 2019 veranstaltet das Präsidium ein zweitägiges Symposium mit externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich der Thematik rund um Beuth auf unterschiedlichen Ebenen nähern werden.
    Termin:  17.01.2019 von 14:00 bis 17:00 Uhr und 18.01.2019 von 9:30 Uhr bis 13:30 Uhr. Veranstaltungsort ist der Ingeborg-Meising-Saal.
    Für alle Mitglieder der Hochschule, die es zeitlich nicht schaffen, an dem Symposium teilzunehmen, wird die gesamte Veranstaltung aufgezeichnet und im Nachgang online zeitnah zur Verfügung gestellt. http://www.beuth-hochschule.de/2063/
  • Beuth-Ausstellung: Die zwei Seiten des Christian Peter Wilhelm Beuth werden in einer Ausstellung dokumentiert(Ausstellung wird parallel zum Symposium gezeigt).
  • OnlineUmfrage: Ende Januar 2019  werden alle Statusgruppen der Hochschule aufgefordert,  sich an einer Online Befragung zur Thematik rund um Beuth zu beteiligen. Die Fragen werden vorab von der Arbeitsgruppe Beuth zusammengestellt und durch den AS verabschiedet.

In unserem Pressespiegel http://www.beuth-hochschule.de/pressespiegel/ können Sie darüber hinaus Artikel zu Beuth nachlesen. Weiterhin abrufbar sind die diversen Stellungnahmen und Gutachten zu Beuth http://www.beuth-hochschule.de/2063/ sowie die Protokolle der AG „Diskurs Beuth“ http://www.beuth-hochschule.de/2063/.

Es würde mich sehr freuen, wenn Sie sich aktiv einbringen und sich an den Veranstaltungen sowie an der Umfrage beteiligen, mit der wir Ende Januar auf Sie zukommen werden.

Ein gutes und erfolgreiches Wintersemester
wünscht Ihnen
Ihre

Prof. Dr. Monika Gross
Präsidentin

Wir wollen seinen Namen nicht

Beuth war Antisemit! Soviel steht fest.

Dass viel diskutierte Gutachten von Prof. Dr. A. Bühl belegt diesen Umstand eindeutig. Die ALL sieht es als keinen tragbaren Zustand an, dass eine Bildungseinrichtung, im vollem Bewusstsein dieser Erkenntnisse, weiterhin nach einem Antisemiten benannt bleibt. Wer sich den Tod von Kindern wünschte, nur, weil diese geboren wurden, der hat diese Ehrung eindeutig nicht verdient.

Wir begrüßen und unterstützen den Willen zur Aufarbeitung seitens der Hochschule aber für uns ist dieser Prozess untrennbar mit einer Umbenennung verbunden. Das sehen nicht alle an der Beuth Hochschule für Technik Berlin so. Da der Aufarbeitungsprozess seitens der Hochschule gänzlich ergebnis- und zieloffen ist, handeln wir jetzt wo andere noch diskutieren.

Als Kollektiv, dass sich gegen jede Form von Ausgrenzung, Rassismus und Repression stellt, nehmen wir unsere Verantwortung wahr und wollen Vorbild sein. Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Namen Beuth aus unseren Schriftzügen und Logos zu entfernt. Wir beschränken uns bis auf weiteres auf das Kürzel BHT, wobei wir dieses als Berliner Hochschule für Technik lesen.

Wir fordern alle studentischen Gruppen und Initiativen auf sich uns anzuschließen. An den AStA der Beuth-Hochschule für Technik Berlin haben wir heute einen Antrag auf Umbenennung gestellt und wünschen uns, dass sich auch unserer StuPa solidarisch zeigt.

Für uns steht fest:

Antisemitismus wird nicht toleriert! Wir fordern mehr als nur Lippenbekenntnisse, sondern entschlossenes Handeln.

Prof. Dr. Ziouziou, ein ganz normaler Prof?

Es ist nicht selten an der Beuth Hochschule, das Professor*innen neben ihrem Lehrauftrag sich in der Wirtschaft betätigen. Ob dies nun wünschenswert ist, ist ein anderes Thema. Doch das Professor*innen sich aktiv politisch engagieren kommt seltener vor.

Fraglich wird es dann aber doch, wenn Professor*innen, Lehrbeauftragte oder Angestellte einer öffentlichen Einrichtung wie z.B. einer Hochschule sich politisch äußern oder Positionen unterstützen. So wie Prof. Dr. Sammy Ziouziou, der folgende Erklärung unterzeichnet hat:

“Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.” Quelle: www.erklaerung2018.de

Wer hier keine Verbindung zu rechtskonservativen Populismus sieht, sollte den Text von Simone Rafael auf www.belltower.news lesen.

Damit aber noch nicht genug. So fanden wir im Internet Einträge wie: “Vorlesung erinnert mich an meinen Wehrdienst – Wenn sie denn mal stattfinden.” oder andere schreiben “Hinsetzten und Schnauze halten… das war seine Lieblingsfoltermethode für uns…”. Studierende, die zu spät zu seinen Veranstaltungen kommen, werden wieder rausgeschmissen. Hier hat wohl die Strenge der Bundeswehr in den pädagogischen Alltag des Professors Einzug gefunden. Denn Herr Ziouziou ist Reserveoffizier bei der Bundeswehr.

Laut Studierenden fließt sein politisches Weltbild immer wieder in seine Vorlesungen ein. So äußerten sich Studierendewie folgt: “Private Überzeugungen und den willen nicht nur zu verbreiten, sondern auch anderen aufzuzwingen zu wollen, gehören nicht in eine Vorlesung”. Das sehen wir genau so. Die Lehre muss frei von idiologischer Prägung durch die Lehrenden bleiben – erst recht, wenn sich die betreffenden Lehrenden in einer rassistischen und fremdenfeindlichen Partei engagieren.
Wie wir darauf kommen? Bei unseren Recherchen zu Prof. Dr. Ziouziou stießen wir auf einige interessante Informationen. So ist Prof. Dr. Ziouziou Funktionär in der AfD Kreis Mettmann, wie auf dem Screenshot (Beitragsbild) zu erkennen ist.

Sicherlich ist Prof. Dr. Ziouziou ein Experte seines Themengebietes, doch für die Tätigkeit als Professor sollte der ethische Kompass funktionieren. Dies ist allerdings bei Menschen, die Funktionär in einer rechtsextremen Partei sind, nicht zu erwarten. Zur Erinnerung, hier die “besten” Zitate der Partei: www.wir-sind-afd.de

Nach der Offenlegung von der Tätigkeit Frank Börners (Laborleiter an der Beuth) in der AfD (www.antifa-berlin.info) und der Recherche zu Prof. Dr. Ziouziou fordern wir nochmals mit Nachdruck eine Hochschule ohne Rassismus, Diskriminierug und Menschenverachtung.

 

 

Rechte Umtriebe an der Beuth Hochschule Berlin

Auch die Beuth Hochschule ist nicht frei von braunem Gedankengut. So gibt es immer wieder Diskussionen mit Studierenden, wenn sich die Vertreter*innen der Studierendenschaft für linke Themen stark machen. Dies war auch ein Grund für die Gründung unsererseits. Wir werden solchen Menschen entschieden entgegentretten. Hier ein Auszug aus einer Diskussion, die bei Facebook zum Thema “Rechte Strömungen in der Tierrechtsszene” entstanden ist: