Prof. Dr. Ziouziou, ein ganz normaler Prof?

Es ist nicht selten an der Beuth Hochschule, das Professor*innen neben ihrem Lehrauftrag sich in der Wirtschaft betätigen. Ob dies nun wünschenswert ist, ist ein anderes Thema. Doch das Professor*innen sich aktiv politisch engagieren kommt seltener vor.

Fraglich wird es dann aber doch, wenn Professor*innen, Lehrbeauftragte oder Angestellte einer öffentlichen Einrichtung wie z.B. einer Hochschule sich politisch äußern oder Positionen unterstützen. So wie Prof. Dr. Sammy Ziouziou, der folgende Erklärung unterzeichnet hat:

“Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.” Quelle: www.erklaerung2018.de

Wer hier keine Verbindung zu rechtskonservativen Populismus sieht, sollte den Text von Simone Rafael auf www.belltower.news lesen.

Damit aber noch nicht genug. So fanden wir im Internet Einträge wie: “Vorlesung erinnert mich an meinen Wehrdienst – Wenn sie denn mal stattfinden.” oder andere schreiben “Hinsetzten und Schnauze halten… das war seine Lieblingsfoltermethode für uns…”. Studierende, die zu spät zu seinen Veranstaltungen kommen, werden wieder rausgeschmissen. Hier hat wohl die Strenge der Bundeswehr in den pädagogischen Alltag des Professors Einzug gefunden. Denn Herr Ziouziou ist Reserveoffizier bei der Bundeswehr.

Laut Studierenden fließt sein politisches Weltbild immer wieder in seine Vorlesungen ein. So äußerten sich Studierendewie folgt: “Private Überzeugungen und den willen nicht nur zu verbreiten, sondern auch anderen aufzuzwingen zu wollen, gehören nicht in eine Vorlesung”. Das sehen wir genau so. Die Lehre muss frei von idiologischer Prägung durch die Lehrenden bleiben – erst recht, wenn sich die betreffenden Lehrenden in einer rassistischen und fremdenfeindlichen Partei engagieren.
Wie wir darauf kommen? Bei unseren Recherchen zu Prof. Dr. Ziouziou stießen wir auf einige interessante Informationen. So ist Prof. Dr. Ziouziou Funktionär in der AfD Kreis Mettmann, wie auf dem Screenshot (Beitragsbild) zu erkennen ist.

Sicherlich ist Prof. Dr. Ziouziou ein Experte seines Themengebietes, doch für die Tätigkeit als Professor sollte der ethische Kompass funktionieren. Dies ist allerdings bei Menschen, die Funktionär in einer rechtsextremen Partei sind, nicht zu erwarten. Zur Erinnerung, hier die “besten” Zitate der Partei: www.wir-sind-afd.de

Nach der Offenlegung von der Tätigkeit Frank Börners (Laborleiter an der Beuth) in der AfD (www.antifa-berlin.info) und der Recherche zu Prof. Dr. Ziouziou fordern wir nochmals mit Nachdruck eine Hochschule ohne Rassismus, Diskriminierug und Menschenverachtung.

 

 

5 Gedanken zu „Prof. Dr. Ziouziou, ein ganz normaler Prof?“

  1. Ihr solltet euch schämen, jemanden öffentlich brutal ungerecht zu verleumden…dies erinnert mich an die Jahre unter Stalin in der CSSR. Ich habe dort verwandtschaftliche Verbindungen…und ihr seid freiheitsfeindlich…Richtung rot lackierte Faschisten nannte man das damals…an euch sieht man wie schwer sich Deutsche mit Demokratie tun….Demokraten machen keine öffentlichen Diffamierungen…schämt euch

    1. Wir sind uns sicher, dass in Ihrer Welt Fakten keine Rolle spielen. Auf eine emotional geführte Diskussion lassen wir uns nicht ein. Dies bringt uns nicht weiter. Und uns schämen? Warum sollten wir. Weil wir Sachen, die im Internet zu finden sind, recherchieren und zusammenfassen? Nein, dafür schämen wir uns nicht. Wir machen es Nazis in unserer Hochschule und der Gesellschaft ungemütlich.

  2. Glückwunsch! Da habt Ihr an Eurer Anstalt wenigstens eine Lehrkraft aus echten Schrot und Korn, wie man hier im Westfälischen so sagt. Beileibe nicht selbstverständlich, wenn man an alle angepasst weichgespülten Dozent*innen (oder sollte ich besser sagen: Dozierende?) denkt, welche die katastrophale deutsche Bildungslandschaft dominieren. Ihr merkt schon, der Gender-Neusprech in Eurem Vokabular liegt mir nicht so richtig. Im Gegenteil, ich halte diese Ausdrucksweise für eine extreme Ausprägung infantilen Schwachsinns. Diese Attribuierung trifft im Übrigen auf Euer gesamtes Elaborat zu. Ihr habt wenigstens eine gewisse Weitsicht dahingehend bewiesen, daß Ihr Euren Beitrag nicht namentlich unterschrieben habt. Verständlich, denn so etwas kann späterhin in der freien Marktwirtschaft extrem karriereschädlich sein. Es sei denn, Ihr bewerbt Euch bei einer rot-grün dominierten öffentlichen Körperschaft. Dann könnt Ihr Euch natürlich mit so einen Pamphlet bei den jeweiligen Genoss*innen (oder sagt man jetzt: Genießende?) ins rechte, Verzeihung, ich meine natürlich das linke Licht setzen.

    In Ernst: Ich unterstelle, daß Ihr von Nationalsozialismus so viel Ahnung habt wie die sprichwörtliche Kuh von der Mondfahrt. Ich empfehle Euch dringend den Besuch der Holocaust-Ausstellung in der Villa am Großen Wannsee und anschließend die Führung durch ein Stasimuseum. Ein Funken Hoffnung bleibt, daß Euer ethischer Kompass dann wieder justiert sein könnte. Ich drücke Euch die Daumen.

    Zu guter Letzt: Ziouziou klingt nicht gerade nach urdeutscher Abstammung. Kann es sein, daß Euer Pamphlet von einer subtilen Fremdenfeindlichkeit, wenn nicht sogar Rassismus durchsetzt ist? Wie NAZI ist das denn?

    Wenn Ihr halbwegs Mumm in den Knochen habt, dann geht Ihr reumütig zu Euren Prof. und bekennt, jeder einzeln und allein: „Ja, ich habe Mist gebaut. Ich schäme mich und bitte um Entschuldigung. Ich will es auch nie, nie wieder tun.“

    Ich bin gespannt, ob Ihr Euch das traut. Nur Mut!

    Bernd Ulrich

    1. Ein Brief für Bernd

      Nett von dir, dass du uns geschrieben hast. Du hast dir viel Mühe gegeben und offenbar investierst du oft und viel Zeit in solche Briefe. Da es einsam sein kann, wenn Mensch als “Verteidiger des Vaterlandes” gegen den Strom schwimmt, haben wir dir auch mal nen Brief geschrieben.

      Du scheinst den Professor Ziouziou ja zu mögen, über den du uns geschrieben hast. Aus Schrot und Korn soll er sein? Uns fiele dazu sicher eine Menge ein! Kleiner Reim, das muss sein. 😉
      Das wir hier nun einen Professor haben, der sich in den Vorstand einer offenkundig rassistischen und fremdenfeindlichen Partei hat wählen lassen, ist nichts, was wir begrüßen. Im Gegenteil, wir kritisieren dies in aller Schärfe und Deutlichkeit, denn es ist selbstverständlich abzulehnen, dass eine Person ihre gesellschaftsfeindlichen Positionen mit an eine Bildungseinrichtung bringt. Leider ist das nicht selbstverständlich. Das du Bernd, als AFD Mitglied in Ratingen, die Sache anders siehst ist uns schon klar – einzig, es interessiert uns nicht. Aber wir haben Verständnis dafür, dass du deinen Partei-Freund verteidigst – irgendwer muss ja. Da der Rest der AFD gerade mit der “Rückeroberung des Vaterlandes” beschäftigt ist, wurde die Aufgabe wohl an dich delegiert. Bekommst du wenigsten auch 50€ dafür oder gibt’s das Geld wirklich nur, wenn Mensch auf die Demos von euch geht? Apropos: vielleicht sehen wir uns ja am Sonntag?

      Unsere Hochschule hat in Berlin den größten Anteil an Studierenden mit Migrationshintergrund. Ja, in Ratingen gibt es nicht so viele Menschen mit Migrationshintergrund. Da mögen Städte wie Berlin auf dich Bernd vielleicht etwas fremd wirken aber du brauchst keine Angst zu haben. Es ist nichts dabei auch mal ängstlich zu sein. Nur nicht vor sowas albernem wie Überfremdung. Wenn in ein Land von 82 Millionen Bürger*innen, eine Million geflüchtete Menschen kommen, dann ist das weder Überfremdung, noch der große Austausch. Sollte dir als Diplommathematiker eigentlich klar sein. An dieser Stelle noch eine Diskussion über versch. Fluchtursachen aufzumachen wollen wir uns erst mal ersparen. Für uns ist diese große Zahl an Menschen aus den verschiedensten Teilen der Welt eine Bereicherung. Wir sind bunt, vielfältig und modern. Alles was die AFD nicht ist. Da die AFD mit ihren fremdenfeindlichen Positionen einen erheblichen Teil unserer Studierendenschaft ablehnt und als fremd empfindet, greift sie die Gesamtheit der Studierendenschaft und den sozialen Frieden unserer Hochschule an. Dem stellen wir uns entschlossen entgegen. Warum wird eigentlich jemand als Mitglied der AFD ausgerechnet Professor an einer Hochschule im Wedding? Hier wimmelt es ja quasi an jeder Ecke nur so von verschiedenen Kultureinflüssen, orientalischen Gewürzen und verschleierten Menschen. Ist das Masochismus oder soll hier mutig das Abendland gerettet werden?

      Das Gendern liegt dir nicht so? Kommt da vllt. deine Angst durch, sich kritisch mit Sprache und deren Reproduktion von Herrschaftsverhältnissen auseinanderzusetzten? Als Infantil kann wenn dann wohl deine grundsätzliche Ablehnung inkludierender Sprachkonzepte bezeichnet werden und deine Versuche, sich darüber zu belustigen. Aber vllt können wir dir da etwas Nachhilfe geben. Kein Problem – besuch’ uns doch mal! Vielleicht ja schon am Sonntag.
      Ein wenig schmunzeln mussten wir beim Lesen deiner Bemerkungen schon. Worüber regst du dich denn auf? Wir haben öffentlich gemacht, dass dein Freund der Herr Prof. als Vorstandsmitglied für die AFD tätig ist. Das ist eine Information, die 10-Jährige mit ihrem Handy googeln können. Wo ist jetzt das Problem, dies an anderer Stelle in Internet zu erwähnen? Und bitte jetzt kein Gefasel von Denunziation. Wer sich in ein Amt wählen lässt, muss auch damit leben, dass Mensch darüber berichtet. Da werden wir uns also sicher nicht für entschuldigen.

      Du scheinst ein wenig Probleme mit dem Begriff Rassismus zu haben und irgendwie allgemein mit deinem Weltbild. Deine Blogstatistik liest sich wie die Klotür in der NPD Parteizentrale. Aber wir helfen gern: Jemand, der einer rassistischen und fremdenfeindlichen Partei als Vorstandsmitglied angehört, trägt nochmal in besonderem Maße die Linie der Partei mit. So wie du Bernd als Direktkandidat. Damit liegt es nahe, dass ein Vorstandsmitglied eben jener Partei, die rassistischen und fremdenfeindlichen Positionen mindestens duldet. Auf diese Positionen und die personelle Unterstützung der Partei durch die Person hinzuweisen, ist nicht rassistisch. Wenn dem so wäre müssten wir das Wort Rassismus neu definieren. Du machst hier bei deiner Begründung einen wirklich einfachen Fehler. Du gehst davon aus, dass Kritik an der Person Professor Ziouziou mit Rassismus gleichzusetzen wäre. Das ist natürlich totaler Unfug. Rassismus und dessen Unterstützung kann und muss auch kritisiert werden. Dabei ist unerheblich von wem er geäußert/unterstützt wird oder wo. Dabei spielen auch Namen, Staatsangehörigkeiten, Geschlecht oder Kulturen keine Rolle. Rassismus bleibt ekelhaft – egal wie. Das öffentlich zu kritisieren wird uns weiterhin Pflicht und Tugend zugleich sein.

      Am Ende möchten wir noch einen Vorschlag machen. Du hast den Besuch einer „Holocaust-Ausstellung“ (wir nehmen mal an du meinst Gedenkstätte) und des Stasimuseums vorgeschlagen. Finden wir gut! Wir würden gern eine Veranstaltung ermöglichen, in der Dr. Ziouziou jene Einrichtungen mit interessierten Studierenden besucht und anschließend auf Grundlage der Eindrücke das AFD Wahlprogramm und seine Unterstützung dieser Partei diskutiert. Auch dich würden wir dabei gern begrüßen.

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