30 Prozent! Danke, das wäre ohne euch nie gegangen.

Nach dem überwältigenden Ergebnis des letzten Jahres mit knapp 29% konnten wir nun mit eurer Hilfe noch etwas zulegen. 30,3%! Was für ne Hausnummer. Danke euch!

Was nun folgt, ist klar! Wir bleiben uns – ja euch, treu! Wir stehen weiter für eine Hochschule ohne jegliche Art von Diskriminierung,
Rassismus und Sexismus.

Hochschulwahlen 2018

Ihr wollt euch zusammen mit uns in der Hochschulpolitik einsetzt? Ihr wollt eure eigenen Themen einbringen und den Alltag der Studierenden an unserer Hochschule verbessern. Dann meldet euch bei uns, wir suchen Verstärkung in unserem Team.

Weil die Listen schon bald abgegeben werden müssen, schlagen wir euch vor uns auf der nächsten StuPa-Sitzung am Donnerstag anzusprechen oder uns eine Mail zu schreiben. Wir werden gerne auch alle eventuellen Fragen klären und euch Einblick in unsere Arbeitsweise geben.

Wir freuen uns auf eine E-Mail von dir oder auf ein Kennenlernen am Donnerstag! kollektiv (at) autonomelinkeliste.org

Eurer und viel leicht bald dein Kollektiv

Warum autonom?

Was bedeutet eigentlich „autonom“ ?

Fällt das Wort Autonom in Verbindung mit Links bzw. politisch linker Haltungen baut sich in vielen Köpfen ein diffuses Bild von schwarz gekleideten und vermumten Menschen auf, die Steine auf die Polizei werfen und Autos anzünden. Doch das hat eigentlich nichts mit Autonomie zu tun. Autonom zu sein bedeutet nichts anderes als Selbstständigkeit, Unabhängigkeit oder Entscheidungsfreiheit von Gruppen oder Individuen. Der Begriff taucht auch in anderen Zusammenhängen auf. Zum Beispiel bei den Gewerkschaften. Durch die Tarifautonomie haben Gewerkschaften das Recht ohne Einmischung vom Staat, die Arbeiteitsbedingungen direkt mit den Arbeitgeber*innen auszuhandeln.

Ein weiteres Beispiel wäre autonomes Fahren. Niemand würde wohl ernsthaft autonomen Fahrsystemen unterstellen, andere Autos gezielt anzugreifen oder anzuzünden.

Es geht also um selbstbestimmtes Handeln und nicht um Krawalle.

Warum bezeichnet sich die ALL als „autonom“ ?

Wir sind links und wir sind autonom – und beides ist uns wichtig. Politisch Links und autonom zu sein, bedeutet in diesem Zusammenhang nichts weiter, als dass wir ein eigenständiges und selbstbestimmtes Wahllistenkollektiv sind. Wir sind unabhängig von Parteien wie der Linken oder linken Studierendenbündnissen wie dem SDS, auch wenn wir viele Haltungen und Ideale teilen.

Durch unsere Zusammensetzung als unabhängiges Kollektiv,vereinen wir auf basisdemokratischer Grundlage eine Vielzahl an unterschiedlichen Meinungen und Haltungen. In einem Kollektiv haben Alle das gleiche Recht auf Teilhabe und Mitbestimmung – das ist uns besonders wichtig.

Wenn auch DIR das besonders wichtig ist, dann melde dich doch bei uns – und werde Teil des Kollektivs.

Wir wollen seinen Namen nicht

Beuth war Antisemit! Soviel steht fest.

Dass viel diskutierte Gutachten von Prof. Dr. A. Bühl belegt diesen Umstand eindeutig. Die ALL sieht es als keinen tragbaren Zustand an, dass eine Bildungseinrichtung, im vollem Bewusstsein dieser Erkenntnisse, weiterhin nach einem Antisemiten benannt bleibt. Wer sich den Tod von Kindern wünschte, nur, weil diese geboren wurden, der hat diese Ehrung eindeutig nicht verdient.

Wir begrüßen und unterstützen den Willen zur Aufarbeitung seitens der Hochschule aber für uns ist dieser Prozess untrennbar mit einer Umbenennung verbunden. Das sehen nicht alle an der Beuth Hochschule für Technik Berlin so. Da der Aufarbeitungsprozess seitens der Hochschule gänzlich ergebnis- und zieloffen ist, handeln wir jetzt wo andere noch diskutieren.

Als Kollektiv, dass sich gegen jede Form von Ausgrenzung, Rassismus und Repression stellt, nehmen wir unsere Verantwortung wahr und wollen Vorbild sein. Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Namen Beuth aus unseren Schriftzügen und Logos zu entfernt. Wir beschränken uns bis auf weiteres auf das Kürzel BHT, wobei wir dieses als Berliner Hochschule für Technik lesen.

Wir fordern alle studentischen Gruppen und Initiativen auf sich uns anzuschließen. An den AStA der Beuth-Hochschule für Technik Berlin haben wir heute einen Antrag auf Umbenennung gestellt und wünschen uns, dass sich auch unserer StuPa solidarisch zeigt.

Für uns steht fest:

Antisemitismus wird nicht toleriert! Wir fordern mehr als nur Lippenbekenntnisse, sondern entschlossenes Handeln.

Wir streiken alle! – Es wurde genug auf unsere Kosten gespart!

Kommt am Mittwoch, 13. Juni 2018, mit uns auf die Straße und demonstriert für eine Bildung, die diesen Namen verdient!

Die aktuelle Situation ist absolut nicht tragbar. Nach 20 Jahren Bologna-Reform zeigen sich immer mehr Auswirkungen der neoliberalen Umgestaltung der Hochschulen. Seit Jahren fahren die Präsidien eine Sparpolitik zu Lasten der Studierenden und Beschäftigten, während der Leistungsdruck immer weiter zunimmt.

Aktuell ist die Lage besonders belastend für alle Beteiligten.

Der Arbeitskampf der studentischen Beschäftigten geht in die heiße Phase: Die Berliner Hochschulen werden zwei Wochen lang bestreikt! Verantwortlich für all die streikbedingten Einschränkungen und Ausfälle sind die Hochschulleitungen. Sie sind nicht gewillt, den Tarifkonflikt durch ein zukunftsfähiges Angebot beizulegen. Die Politik schaut dabei zu und zieht sich scheinheilig auf die Tarifautonomie zurück.

  • Wir fordern: Die Beendigung des Tarifkonfliktes, indem die Forderungen der studentischen Beschäftigten erfüllt werden!
  • Wir fordern: Das Auffangen der Streikfolgen durch die Hochschulen, z.B. Nicht-Anrechnung von Fehlversuchen, „Streiksemester“ für BAföG/Stipendien, Verlängerung von Fristen!

In einer scheinbar demokratischen Uni haben die Studierenden kaum eine Möglichkeit, etwas gegen diesen unhaltbaren Zustand zu unternehmen. Die Hochschulautonomie ist viel eher eine Präsidialautonomie, welche die Interessen der Studierenden und der Beschäftigten ignoriert. In den demokratischen Gremien sind Studierende unterrepräsentiert, während sich die Macht bei den Profs konzentriert. Hinzu kommt die neoliberale Umgestaltung der Unis: Leistungsdruck, Modulzwang, Massenabfertigung in überfüllten Räumen, Exzellenzwahn, Ellenbogenmentalität, Kooperationen mit der Bundeswehr, Anwesenheitspflicht, Befristungswahn im akademischen Mittelbau… eine schlicht endlose Liste an Missständen, welche jeglichen emanzipatorischen Anspruch an Bildung zerstören. Anstatt dem Markt sollte Bildung den Menschen dienen! Es ist Zeit für eine „Uni von unten“ und die Öffnung der schon immer exklusiven Lernfabriken.

  • Wir fordern: Die Demokratisierung der Hochschulen und Entmachtung der Präsidien!
  • Wir fordern: Die Umgestaltung der Lernfabriken in Orte freien und kritischen Lernens und Lehrens!
  • Wir fordern: Die Ausfinanzierung der Hochschulen!

In den vergangenen Jahren sind die Lebenshaltungskosten massiv gestiegen. Die Mieten sind explodiert und bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Zu Beginn der Semester wird diese Situation unerträglich. Und auch sonst kann vom BAföG-Regelsatz niemand leben.

  • Wir fordern: Eine neue Mietenpolitik, die bezahlbaren Wohnraum für alle schafft!
  • Wir fordern: Die Erhöhung des BAföG-Regelssatzes!

Um unsere Forderungen nach einem selbstbestimmten Leben und Lernen Ausdruck zu verleihen, möchten wir eine vergessen geglaubte Kunst wiederbeleben: Den Bildungsstreik.

Lasst eure Vorlesungen und Seminare sausen und wehrt euch gemeinsam mit uns!

TVStud & Bildungsstreik-Demo
13. Juni 2018
14:00 Uhr, Hohenzollernplatz

Für einen neuen TVStud!
Für eine freie und kritische Bildung!
Für ein selbstbestimmtes Leben und Lernen!

[Facebook-Event]

 

Quelle: Wir streiken alle! – Es wurde genug auf unsere Kosten gespart!

Bundeswehr an der Beuth

In naher Zukunft will die Beuth Hochschule in Kooperation mit der Bundeswehr, Soldat*innen an unserer Hochschule ausbilden lassen. Darüber wurde der AStA in seiner Sitzung letzte Woche durch Teile des Präsidiums der Hochschule informiert bei dem auch die ALL anwesend war. Fragen zur Ausgestaltung der Kooperation und wie Fachbereich und Hochschule überhaupt dazu stehen, wurden durch die ALL gestellt. Nach jüngsten Erkenntnissen ist diese Entwicklung primär auf die Initiative aus dem FB III zurückzuführen. Der Fachbereich bemüht sich wohl nach Kräften die Streitkräfte in den Lehrbetrieb einer zivilen Hochschule einzubinden. Nach unseren Informationen gehen diese Bemühungen vor allem von einer Lehrkraft des Fachbereiches aus. Die Soldat*innen sollen nach unseren Informationen im Bereich Geodäsie ausgebildet werden. Die entstehenden Kosten sollen durch die Hochschule und nicht durch die Bundeswehr getragen werden. Das Präsidium der Hochschule zeigt sich bisher wohlwollend diesem Vorhaben gegenüber.
Möglich ist dies überhaupt nur, weil die Beuth Hochschule bisher über keine „Zivil-Klausel“ verfügt. Andere Hochschulen und Universitäten verpflichten sich mit solchen Klauseln, ihre Forschung und Lehre stets nur in den Dienst ziviler Zwecke zu stellen. Aus einer Kleinen Anfrage der Grünen an das Berliner Abgeordnetenhaus aus dem Januar 2017 geht hervor, dass die Beuth Hochschule mit einer Forschungskommission im Jahr 2017 an dem Thema Zivil- und/oder Friedensklausel arbeiten wolle. Ein Ergebnis steht bisher aus. Aus der gleichen Anfrage geht hervor, dass weitere nicht zivile Projekte mit der Beuth Hochschule bestehen. Mit 467.880€ ist ein Projekt im Bereich Wasserschall und Geophysik der Bundeswehr aufgeführt, sowie das Projekt AMBOS, zur Fragestellung der polizeilichen Drohnenabwehr. Eine Entwicklung die wir im Hinblick auf die zunehmende Militarisierung der Polizei deutlich ablehnen und kritisieren.
Die Beuth Hochschule braucht dringend eine Zivil-Klausel und sollte sich der friedlichen und zivilen Nutzung ihrer Forschung und Lehre verschreiben. Die Streitkräfte bilden keinen Teil der zivilen Gesellschaft und haben daher an einer zivilen Lehreinrichtung nichts verloren.
Bundeswehr raus aus der Hochschule und der Forschung!

Nutzungsrechte von Studierenden in Gefahr!

Wie eine Professorin versucht sich Nutzungsrechte von Studierenden zu sichern.

Im Wintersemester 2015/2016 kamen Studierende des Fachbereichs IV auf mich und den AStA zu und ersuchten uns um Hilfe. Sie berichteten von einem Modul, in welchem sie Fotos machen sollten, welche im Anschluss an das Modul ausgestellt werden sollten. Klingt eigentlich gut – doch es gab Probleme:

Die Studierenden berichteten von einem Dokument, dass sie alle angehalten wurden zu unterzeichnen. Das hier für Euch beigefügte Dokument zeigt auf, dass sich die Professorin die Nutzungsrechte an den Werken der Studierenden sichern wollte. Interessanterweise sollte diese Vereinbarung nicht zwischen den Studierenden und der Hochschule geschlossen werden, sondern zwischen den Studierenden, der Professorin und deren Lebensgefährten. Die Professorin, um die es hier geht, ist Prof. Dr. Susanne Junker und ihr Lebensgefährte ist Tim van Beveren.

Die Vereinbarung zwischen Studierenden und den Lebenspartnern Junker/Beveren sah unter anderem eine zeitlich unbefristete Nutzung der Werke der Studierenden für jeden erdenklichen Zweck vor. So ist in der Vereinbarung zu lesen, dass die Werke der Studierenden „(…)ohne jede Beschränkung des räumlichen, zeitlichen oder inhaltlichen Verwendungsbereiches und für alle in Betracht kommenden Nutzungszwecke vervielfältigt, ausgestellt und öffentlich wiedergegeben werden können. Dies schließt auch die Nutzung für gewerbliche Zwecke ein. „

Ein Skandal. Hier eignete sich eine Beamtin, innerhalb ihres Dienstverhältnisses, die unbeschränkten Nutzungsrechte an den Werken ihrer Studierenden an. Auch eine gewerbliche Nutzung kommerzieller Art war nicht ausgeschlossen. Der AStA machte die Hochschule auf diesen Vorfall aufmerksam und sprach auch mit der Professorin. Die Hochschule versprach Prüfung, die Professorin verteidigte ihr Verhalten und der Lebensgefährte drohte der Hochschule und den Referenten*innen des AStA mit Klage.

Zwei Jahre später wiederholt sich nun die Geschichte. Auch diesmal kamen wieder Personen auf AStA Referenten*innen zu. Auch diesmal will sich die Professorin die Nutzungsrechte an den Werken der Studierenden sichern. Auf der Facebook-Seite der Hochschule kommentierte ich unter einem Artikel, in dem auch Herr van Beveren verlinkt war und stellte Fragen. Weshalb versucht sich hier eine Professorin erneut die unbeschränkten Nutzungsrechte an den Werken von Studierenden, privat zu sichern? Warum wird dies nicht unterbunden? Ein Lehrbeauftragter der Hochschule kommentierte diese Fragen und gab an, dass die Studierenden ihre Rechte nicht an eine Privatperson sondern an die Hochschule abtreten würden. Liest Mensch jedoch die beiden Versionen der Vereinbarung, fällt auf, dass weder Hochschule noch Fachbereich auch nur mit einem Wort erwähnt werden. Fakt ist, die Studierenden erteilen hier nicht der Hochschule die unbeschränkten Nutzungsrechte, sondern nur der Privatperson Frau Prof. Dr. Junker. Weiterhin wurde behauptet, dass es keine kommerzielle Nutzung gäbe. Fakt ist, dass eine kommerzielle Nutzung in keinem der Dokumente ausgeschlossen wird. In einem wird sogar explizit auf eine gewerbliche Nutzung hingewiesen.

Von der online geführten Debatte informiert, verließ die Präsidentin der Hochschule am letzten Donnerstag sogar die Sitzung des Akademischen Senats. Ich wurde gebeten, vorerst nicht mehr weiter zu kommentieren. Versprochen wurde mir, dass der Sachverhalt vonseiten der Hochschule juristisch geprüft werde. Die Kommentare, so wurde AStA-Referenten*innen versichert, wolle Mensch aber stehen lassen. Leider wurde hier von der Hochschule nicht Wort gehalten. Bereits einen Tag später wurden der gesamte Artikel und alle Kommentare, hinweislos gelöscht.

Deshalb veröffentliche ich nun diesen Fall hier, wo ihn weder Hochschule noch Professorinnen löschen können und so niemand den Studierenden die Möglichkeit nehmen kann, sich zu informieren.

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Nur um eines klar zustellen: Niemand hat etwas gegen die Ausstellung – ich freue mich, wenn Studierende die Möglichkeit erhalten, ihre Werke einem großen Publikum zu präsentieren. Doch dies den Studierenden nur im Tausch gegen ihre Rechte zu ermöglichen, ist schon aus berufsethischer Sicht abzulehnen. Wenn es sich hier um eine Veranstaltung handelt, welche die Hochschule trägt und fördert, dann sollten Nutzungsvereinbarungen mit der Hochschule und nicht mit Privatpersonen getroffen werden. Um die Rechte der Studierenden zu schützen, sollten dann auch der Nutzungsumfang und die Dauer auf das Projekt beschränkt bleiben und eine kommerzielle Nutzung durch Dritte ausgeschlossen werden.

Die Rechte der Studierenden müssen hier gestärkt und Machenschaften wie die von Frau Prof. Dr. Junker von der Hochschule verbannt werden.

Zeigt Solidarität mir Euren Kommilitonen*innen und informiert Euch.

Sharing is caring

Mit studentischen Grüßen

Matthias Rataj

Prof. Dr. Ziouziou, ein ganz normaler Prof?

Es ist nicht selten an der Beuth Hochschule, das Professor*innen neben ihrem Lehrauftrag sich in der Wirtschaft betätigen. Ob dies nun wünschenswert ist, ist ein anderes Thema. Doch das Professor*innen sich aktiv politisch engagieren kommt seltener vor.

Fraglich wird es dann aber doch, wenn Professor*innen, Lehrbeauftragte oder Angestellte einer öffentlichen Einrichtung wie z.B. einer Hochschule sich politisch äußern oder Positionen unterstützen. So wie Prof. Dr. Sammy Ziouziou, der folgende Erklärung unterzeichnet hat:

“Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.” Quelle: www.erklaerung2018.de

Wer hier keine Verbindung zu rechtskonservativen Populismus sieht, sollte den Text von Simone Rafael auf www.belltower.news lesen.

Damit aber noch nicht genug. So fanden wir im Internet Einträge wie: “Vorlesung erinnert mich an meinen Wehrdienst – Wenn sie denn mal stattfinden.” oder andere schreiben “Hinsetzten und Schnauze halten… das war seine Lieblingsfoltermethode für uns…”. Studierende, die zu spät zu seinen Veranstaltungen kommen, werden wieder rausgeschmissen. Hier hat wohl die Strenge der Bundeswehr in den pädagogischen Alltag des Professors Einzug gefunden. Denn Herr Ziouziou ist Reserveoffizier bei der Bundeswehr.

Laut Studierenden fließt sein politisches Weltbild immer wieder in seine Vorlesungen ein. So äußerten sich Studierendewie folgt: “Private Überzeugungen und den willen nicht nur zu verbreiten, sondern auch anderen aufzuzwingen zu wollen, gehören nicht in eine Vorlesung”. Das sehen wir genau so. Die Lehre muss frei von idiologischer Prägung durch die Lehrenden bleiben – erst recht, wenn sich die betreffenden Lehrenden in einer rassistischen und fremdenfeindlichen Partei engagieren.
Wie wir darauf kommen? Bei unseren Recherchen zu Prof. Dr. Ziouziou stießen wir auf einige interessante Informationen. So ist Prof. Dr. Ziouziou Funktionär in der AfD Kreis Mettmann, wie auf dem Screenshot (Beitragsbild) zu erkennen ist.

Sicherlich ist Prof. Dr. Ziouziou ein Experte seines Themengebietes, doch für die Tätigkeit als Professor sollte der ethische Kompass funktionieren. Dies ist allerdings bei Menschen, die Funktionär in einer rechtsextremen Partei sind, nicht zu erwarten. Zur Erinnerung, hier die “besten” Zitate der Partei: www.wir-sind-afd.de

Nach der Offenlegung von der Tätigkeit Frank Börners (Laborleiter an der Beuth) in der AfD (www.antifa-berlin.info) und der Recherche zu Prof. Dr. Ziouziou fordern wir nochmals mit Nachdruck eine Hochschule ohne Rassismus, Diskriminierug und Menschenverachtung.

 

 

Beitrag im Beuth Magazin

Heute ist das neue Beuth Magazin erschienen. Auch unser Beitrag ist nun Abgedruckt worden. Leider ohne unser Logo, was wir als Titelbild vorgeschlagen hatten.

Hier noch mal der Text:

Die Hochschule ist ein Ort, an dem Studierende sich weiterentwickeln und frei bilden können sollten, doch oft werden wir von Vorlesung zur Übung und dann zur Projektarbeit gescheucht. Studieren in Regelstudienzeit ist fast für jede*n Zweite*n ein Muss, weil sonst der Anspruch auf das BAföG entfällt. Nebenbei sollen wir, die Studierenden, uns auch noch für unsere Interessen in den Hochschulgremien einsetzten. Wir von der Autonomen Linken Liste [ALL] sind der Meinung, dass eine breite Beteiligung der Studierenden und eine wahre demokratische Hochschule nur mit entsprechenden Voraussetzungen Hand in Hand gehen können. Der erste schritt ist gemacht und wir kämpfen bereits an mehreren Fronten für diese Voraussetzungen. Mit den letzten Hochschulwahlen sind wir, die ALL mit fast 30% aller Stimmen in das Studierendenparlament gewählt worden. Doch es fehlt nicht nur bei uns in den Reihen an Nachwuchs, sondern allgemein an engagierten studierenden in den Gremien. Wir fordern unsere Kommiliton*innen auf, sich unserem politischen Protest anzuschließen und sich einzubringen.

Germienarbeit kann anstrengen sein, ja, aber sie kann auch einen Menschen weiterbringen und neue Horizonte eröffnen. Sei es das du auf Sitzungen deine Argumentation verbesserst oder du in Beratungen deine Sozialkompetenz erweiterst. So wollen wir allen Studierenden nahelegen, das Experiment Engagement in der Studierendenschaft zu wagen. Denn wenn nicht wir, wer dann? Vielleicht finden sich keine Studierenden, doch im schlimmsten Falle übernehmen Faschisten die Verantwortung, und dies wollen wir um jeden Preis verhindern. Denn wir wollen eine gleichberechtigte Gesellschaft frei von fremdbestimmten Herrschafts- und Besitzverhältnissen.

 

IG Metal Vorstand knickt bei GDP Forderung ein

Am gestrigen Abend waren Mitglieder der ALL auf dem Weg zu einer Infoveranstaltung der IG Metal, doch die Türen der IG Metal in der “Alte Jakobstr. 149” blieben verschlossen. Ein freundlicher Gewerkschafter erklärte uns, dass wir nun zu einer anderen Adresse fahren müssen, da die Veranstaltung verschoben werden musste.

In der Mediengalerie der Ver.di angekommen, fand dann die Veranstaltung etwas verspätet statt. Dort erfuhren wir, dass die Veranstaltung, welche durch die Internationalismus Gruppe der IG Metal inizitiert wurde, auf Druck der IG Metall Gewerkschaftsführung verschoben werden musste. Der ursprüngliche Verantstaltungsraum, also eigentlich deren eigener Raum, wurde den Veranstaltern verwehrt. Grund dafür war eine Beschwerde der Gewerkschaft der Polizei. Wir mussten nun wieder erleben, dass die Gewerkschaft der Polizei eine andere Gewerkschaft dazu drängt, Veranstaltungen abzusagen. Aufhänger dafür soll der im Folgenden markierte Satz des Einladungstextes der Verantstaltung gewesen sein:

“Jagdszenen aus Hamburg – der G20-Gipfel und die Folgen”
Hamburg glich während des G20-Gipfels einem Polizeistaat. Proteste wurden niedergeknüppelt, Demonstranten pauschal als kriminelle Gewalttäter_innen diffamiert. Grundrechte, insbesondere die Versammlungsfreiheit, wurden flächendeckend außer Kraft gesetzt. Gipfelgegner_innen – bevorzugt solche aus dem europäischen Ausland – wurden monatelang inhaftiert und werden jetzt für die bloße Teilnahme an einer Demonstration mit Strafverfahren überzogen. Mit einer medial inszenierten, bundesweiten Razzia und einer Öffentlichkeitsfahndung der “SoKo Schwarzer Block” wird zur Jagd gegen Gipfelgegner_innen geblasen.
Mit Gabriele Heinecke, Rechtsanwältin in Hamburg, sie vertritt Angeklagte in den Prozessen und ist Mitglied im Bundesvorstand des Republikanischen Anwaltsvereins (RAV). Während des G20-Gipfels war sie Pressesprecherin des Anwaltlichen Notdienstes G20.

Die GDP soll statdessen angeboten haben, eine Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit der GDP abzuhalten. Dieser Vorschlag ist auf unterschiedliche Meinungen bei den Veranstaltungsteilnehmern getroffen.

Wir als ALL solidariesieren uns mit den Veranstaltern der gestrigen Veranstaltung, sind jedoch überzeugt, dass die Podiumsdiskussion nicht zu einer Klärung oder einem Austausch auf Augenhöhe führen und nur der Instumentalisiertung der GDP dienen würde.