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Niemand ist vergessen! In Gedenken an Dieter Eich – Im Mai 2000 von Nazis in Berlin-Buch ermordet @ S-Bhf. Berlin-Buch
Mai 23 um 17:00 – 20:00
Niemand ist vergessen! In Gedenken an Dieter Eich – Im Mai 2000 von Nazis in Berlin-Buch ermordet @ S-Bhf. Berlin-Buch
Der Mord an Dieter Eich – Was ist passiert? In der Nacht vom 23. auf den 24.05.2000 feierten vier Jungnazis eine Wohnungseinweihungsfeier. Bereits vor Beginn der Feierlichkeit beleidigten sie beim Alkoholeinkauf einen Migranten und brüllten »Sieg heil!«-Rufe aus dem Fenster der Wohnung. Im Laufe des Abends beschlossen sie »einen Assi zu klatschen« und verprügelten den damals 60 jährigen Dieter Eich, der im selben Aufgang wohnte. Später gingen sie ein weiteres Mal in seine Wohnung und erstachen ihn, damit er sie nicht anzeigen konnte. Die Täter wurden zwar gefasst und bekamen Haftstrafen, aber das macht Dieter Eich nicht wieder lebendig. »Unwertes Leben« gibt es nicht Rechte behaupten oft von sich, für sozial schwache Deutsche einzustehen. Die Realität sieht anders aus: Dieter Eich musste sterben, weil er aufgrund seiner Erwerbslosigkeit und seiner Alkoholkrankheit nicht in das rechte Weltbild seiner Mörder passte. Dem Mord lag die nationalsozialistische Vorstellung von »wertem« und »unwertem« Leben zugrunde. Die zahlreichen Angriffe auf Wohnungslose zeigen, dass nicht nur rechte Schläger ihre Opfer aufgrund von Schwäche und »geringer Leistungsfähigkeit« angreifen. Die Täter unterscheiden sich, ihre Motive sind jedoch dieselben. Allein 2017 wurden mindestens 17 obdachlose Menschen umgebracht. Damit starben seit dem Mauerfall insgesamt 505 Wohnungslose durch gewalttätige Übergriffe. In 26 der Fälle wurden diese nachweislich durch Nazis verübt. Das Erinnern erkämpfen Wir dürfen nicht zulassen, dass solche Taten mit einem Achselzucken in Vergessenheit geraten. Darum wollen wir auch in diesem Jahr wieder Dieter Eich mit einer Demonstration gedenken. Der rechte Hintergrund des Mordes darf auch weiterhin nicht geleugnet werden, so wie es die staatliche Einordnung der Tat schon seit Jahren macht. Dass das kein Einzelfall ist, zeigt ein Blick auf den Mord an Burak Bektas in Neukölln 2012. Im Zusammenhang mit den NSU-Morden oder dem Fall Burak, wird deutlich wie Polizei und Behörden die Ermittlungen aktiv behindern. Dennoch erkämpfen Freund*innen und Angehörige der Betroffenen seit Jahren würdige Gedenkorte und die Aufklärung der rassistischen Taten. Auch in Buch ist es an der Zeit, für Dieter Eich einen würdigen Ort zum Erinnern und Trauern zu schaffen, der zugleich ein sichtbares Zeichen gegen rechte Gewalt und soziale Ausgrenzung ist. Kommt darum am 23. Mai mit uns nach Buch. Niemand ist vergessen! Bündnis: „Niemand ist vergessen!“ www.dietereich.niemandistvergessen.net
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27
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Stoppt den Hass – Stoppt die AfD!
Mai 27 um 9:00 – 18:00
Stoppt den Hass – Stoppt die AfD!

Proteste gegen den Aufmarsch der AfD am 27.05.2018 in Berlin Mitte angekündigt!

Die AfD plant eine bundesweite Großdemonstration in Berlin, um sich als Garant für „Freiheit und Demokratie“ darzustellen. Tatsächlich haben in ihrem Weltbild all diejenigen keinen Platz, die nicht ihrer Vorstellung einer homogenen Gesellschaft entsprechen. Die in weiten Teilen rassistische, völkisch-nationalistische, antifeministische und homofeindliche Agenda der AfD zielt auf A­usgrenzung. Dass der Mensch den Klimawandel beschleunigt und für viele Umweltkatastrophen verantwortlich ist, wird von ihr geleugnet.Die AfD ist demokratiefeindlich und strebt einen autoritären Systemwechsel an. Sie bietet keine Antwort auf die sozialen Probleme. Ihr Ziel ist es, die Gesellschaft zu spalten und Menschen gegeneinander auszuspielen.Ein Aufmarsch der AfD in Berlin ist ein Angriff auf alle, die für eine vielfältige und offene Gesellschaft stehen! Dem Hass der AfD darf kein Platz eingeräumt werden!Die AfD vereint Rassist*innen und radikal Rechte von Pegida über die Identitäre Bewegung bis hin zur NPD und anderen Neonazis. Mit menschenverachtender Rhetorik und Lügen entfesselt und schürt sie Hass. Sie stellt sich nicht der historischen Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus, fordert einen Schlussstrich unter die Aufarbeitung zu ziehen und will das Gedenken an die Opfer aus der Öffentlichkeit tilgen. Politiker*innen der AfD schüren Antisemitismus.Die AfD macht Muslim*innen und geflüchtete Menschen für alle Übel, von Armut bis zu sexualisierter Gewalt, verantwortlich. Als geistige Brandstifterin ist sie mitverantwortlich für tausende Angriffe auf Muslim*innen, Geflüchtete und Menschen, die sie unterstützen.Wir stehen für eine Gesellschaft ein, in der jede*r, unabhängig von Aussehen, Glauben und sexueller Orientierung, angstfrei und selbstbestimmt leben kann. Die Menschenrechte sind unteilbar! Wir stehen solidarisch zusammen und werden nicht zulassen, dass die AfD den öffentlichen Raum und die Parlamente mit Hetze überschwemmt. Stoppt den Hass! Stoppt die AfD! Unsere Alternative ist eine demokratische und offene Gesellschaft, unsere Alternative heißt Solidarität!  Wir werden der AfD die Straße nicht überlassen. Wir rufen alle, die sich unseren Zielen anschließen, zur Beteiligung an den Protesten und zum Unterzeichnen dieser Erklärung auf! (Text: https://www.stopptdenhass.org)