Wir wollen seinen Namen nicht

Beuth war Antisemit! Soviel steht fest.

Dass viel diskutierte Gutachten von Prof. Dr. A. Bühl belegt diesen Umstand eindeutig. Die ALL sieht es als keinen tragbaren Zustand an, dass eine Bildungseinrichtung, im vollem Bewusstsein dieser Erkenntnisse, weiterhin nach einem Antisemiten benannt bleibt. Wer sich den Tod von Kindern wünschte, nur, weil diese geboren wurden, der hat diese Ehrung eindeutig nicht verdient.

Wir begrüßen und unterstützen den Willen zur Aufarbeitung seitens der Hochschule aber für uns ist dieser Prozess untrennbar mit einer Umbenennung verbunden. Das sehen nicht alle an der Beuth Hochschule für Technik Berlin so. Da der Aufarbeitungsprozess seitens der Hochschule gänzlich ergebnis- und zieloffen ist, handeln wir jetzt wo andere noch diskutieren.

Als Kollektiv, dass sich gegen jede Form von Ausgrenzung, Rassismus und Repression stellt, nehmen wir unsere Verantwortung wahr und wollen Vorbild sein. Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Namen Beuth aus unseren Schriftzügen und Logos zu entfernt. Wir beschränken uns bis auf weiteres auf das Kürzel BHT, wobei wir dieses als Berliner Hochschule für Technik lesen.

Wir fordern alle studentischen Gruppen und Initiativen auf sich uns anzuschließen. An den AStA der Beuth-Hochschule für Technik Berlin haben wir heute einen Antrag auf Umbenennung gestellt und wünschen uns, dass sich auch unserer StuPa solidarisch zeigt.

Für uns steht fest:

Antisemitismus wird nicht toleriert! Wir fordern mehr als nur Lippenbekenntnisse, sondern entschlossenes Handeln.

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